東京 - Tokyo

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東京の下町

"Shita-Machi" - bürgerliches Viertel

Startpunkt für den Handwerksbummel

Wahrscheinlich stoßen Sie irgendwann einmal, zum Beispiel in Ihrem Tokyo-Reiseführer, auf den japanischen Begriff "Shitamachi". Vor oder während der Besichtigung von Tokyo ist es unbedingt empfehlenswert, sich über Shitamachi zu informieren. Wer Shitamachi näher kennenlernt, erfährt Wissenswertes über Japan, Japaner und ihre Mentalität.

Shitamachi ist ein Stadtviertel in Tokyo, in dem früher sehr viele Handwerker dicht an dicht lebten und arbeiteten. In Shitamachi finden sich alte, bekannte Straßenzüge mit Großhändlern, Handwerkern und Kunsthandwerk - hier können Sie Japan von der Basis her kennenlernen!

Dieser Teil von Tokyo hat ein ganz eigenes, unverwechselbares Ambiente. Im Lauf der Zeit hat sich dieses Stadtviertel zwar stark verändert, mit etwas Fantasie und Gespür finden Sie dort aber immer noch die Geschichte und Geschichten, die dieses Viertel über die Jahrhunderte prägten. In fast allen Städten Japans hatten die verschiedenen Stände ihre eigenen Wohn- und Arbeitsviertel: Samurai ŒˆBushiïŒ, Händler, Handwerker, Bürger und Bauern blieben jeweils unter sich.

Das Leben der Kleinbürger war hart. Sie wohnten in kleinen, einfachen Häusern auf engstem Raum, nahezu ohne private Rückzugsmöglichkeit. 
Wasser und andere Lebensgüter waren Gemeingut und mussten mit den Nachbarn geteilt werden. Dieses harte, beengte Leben war der Stoff für zahlreiche Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Anekdoten, denn hier fand eine einzigartige Kultur ihren Ursprung.

Ob Sie sich nun aus beruflichen oder privaten Gründen für das japanische Handwerk interessieren: in den Geschäften der Einkaufszentren und Einkaufsstraßen finden aufmerksame Beobachter genug Zeugnisse des japanischen Handwerkskunst und können die eine oder andere Entdeckung machen.

Entdeckung des japanischen Kunsthandwerks

logo aoyamasquare伝統工芸青山スクエア  -  Japan Traditional Crafts Aoyama Square

In Japan gibt es 222 traditionelle Handwerksprodukte, die als zu schützendes japanisches Kunsthandwerk vom japanischen Handelsministerium anerkannt sind. Im "Japan Traditional Crafts Aoyama Square" werden ca. 130 Artikel ausgestellt und direkt verkauft. Deshalb ist es eine gute Idee, sich hier zuerst umzuschauen und anschließend eins der unten genannten Einkaufsviertel zu besuchen.

>>> Aoyama Square (伝統工芸青山スクエア)

In Tokyo halten sich tagsüber ca. 12 Millionen und nachts ca. 8 Millionen Menschen auf. 
Es ist fast unmöglich, die Hauptstadt Japans bei einem Kurzbesuch komplett zu besichtigen. Nehmen wir daher zunächst einmal an, Sie möchten das Handwerk und Kunsthandwerk in Tokyo aufspüren und kennenlernen.
In diesem Fall sollten Sie sich auf folgende Orte konzentrieren:

  • Museen, Showrooms, Institute
  • Einkaufszentren, Kaufhäuser, kleinere Ladengeschäfte
  • Einkaufsstraßen
  • Großhändlerviertel

Traditionelle Volkskunst

Tokyo beheimatet viele Läden und Werkstätten, die die Vielfalt des traditionellen Handwerks anbieten bzw. herstellen. Galerien stellen Handwerkserzeugnisse aus ganz Japan aus und bieten diese zum Verkauf an

>> 下町風俗資料館 - Shita-Machi Museum (Englisch)
>> 墨田江戸切子館 - Sumida Edo Kiriko House (Japanisch)
>> 東京都伝統工芸師会 - Tokyo Association of Traditional Craftsmen  (Japanisch)
>> すみだまち処 - Sumida Machi-Dokoro  (Japanisch)

Einkaufszentren

Wenn Sie einen schnellen Überblick über das typisch japanische Warenangebot bekommen möchten, ist der Besuch eines oder mehrerer Warenhäuser ein guter Einstieg. 
In Tokyo gibt es 18 große Kaufhäuser / Einkaufszentren, deren Größe die meisten deutschen um Einiges übersteigt. 
Allerdings werden Sie vielleicht feststellen, wie wenige authentisch japanische Waren in Kaufhäusern angeboten werden. Aber auch diese Erkenntnis gehört zum Grundwissen über Japan.

Liebhaber der japanischen Kochkunst sollten unbedingt die Untergeschoss der Warenhäuser aufsuchen, denn dort finden Sie außer fertig zubereiteten Gerichten wie z.B. o-Bento auch ein reiches Angebot an regionalen Speisen und Lebensmitteln. Und Sie können hier und da ein Probierhäppchen genießen! Über den Ein- bzw. Ausgang vieler U-Bahn-Stationen können Sie praktischerweise direkt in die Warenhäuser gelangen ("Depa-Chika": Warenhaus-Untergeschoss). 
Wenn Sie dann einmal auf der Suche nach einem netten Mittagslokal sind, besuchen Sie den obersten Stock des Warenhauses: die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Sie dort oben einige Gaststätten mit Gerichten in guter Qualität finden.